Arnold Schönberg: Die glĂŒckliche Hand (1913)

Drama mit Musik in einem Akt mit vier Bildern

op. 18

Bemerkung: Zur Bedeutung des kĂŒnstlerischen Stils von Richard Gerstl fĂŒr Schönberg siehe z.B.: Anette Unger: Schönberg und Gerstl – eine unglĂŒckliche AffĂ€re (2016): https://www.br-klassik.de/themen/klassik-entdecken/mathilde-schoenberg-richard-gerstl-affaere-was-heute-geschah-1908-100.html. Zur Bedeutung Kandinskys fĂŒr Schönbergs "GlĂŒckliche Hand" siehe z. B. Matthias Schmidt: "Schönberg beschĂ€ftigte sich zur Entstehungszeit von »Erwartung« und »Die glĂŒckliche Hand« – als einem Vehikel seines synĂ€sthetischen Ausdruckskonzeptes – eindringlich mit den Möglichkeiten der Farbpsychologie, und er entdeckte hierbei Übereinstimmungen mit dem Denken Wassily Kandinskys. Es ĂŒberrascht daher kaum, dass sein »Drama mit Musik« Gesten, Farben und Licht erklĂ€rtermaßen »wie sonst Töne« zu behandeln versuchte, »als Spiel mit den Erscheinungen von Farben und Formen«. Der Komponist wies im Nachhinein selbst auf Entsprechungen zwischen der »GlĂŒcklichen Hand« und etwa Kandinskys im »Blauen Reiter« erschienenen BĂŒhnenstĂŒck »Der gelbe Klang« hin. Gewisse Gemeinsamkeiten finden sich auch zwischen Kandinskys Â»Ăœber das Geistige in der Kunst« und Schönbergs EntwĂŒrfen fĂŒr »Die glĂŒckliche Hand«: Im Zentrum von Kandinskys Überlegungen steht die Idee eines »inneren Klangs«, welcher der Farbe innewohne, »seelische Vibration« hervorrufe und darin einen »direkten Einfluß auf die Seele« auszuĂŒben vermöge. Ein der »Handlung entspringender seelischer Vorgang [zeige sich] nicht nur durch Gesten und Bewegung und Musik ausgedrĂŒckt«, sondern auch durch »Farben und Licht«, mit denen »Musik gemacht« werde, so bemerkte Schönberg 1928." https://schoenberg.at/de/schoenberg/kompositionen/die-glueckliche-hand-op-18. Die UrauffĂŒhrung fand am 24. Oktober 1924 in der Volksoper Wien statt.

Kunstwerk(e)


This work is licensed under CC BY 4.0 Creative Commons Attribution 4.0 International
ao. Univ.-Prof. Dr. Monika Fink-Naumann
monika.fink@uibk.ac.at
Institut fĂŒr Musikwissenschaft / Department of Musicology
UniversitÀt Innsbruck / University of Innsbruck
Haus der Musik
UniversitĂ€tsstraße 1
A - 6020 Innsbruck