Textdichter: Alban Berg nach Frank Wedekind
Bemerkung: Die Uraufführung des Fragments fand am 2. Juni 1937 postum im Stadttheater Zürich statt. Obwohl es keinen direkten Einfluss Richard Gerstls auf Alban Bergs Oper Lulu gibt, lassen sich deutliche Parallelen in der Darstellung von Sexualität, Identitätskrise und gesellschaftlicher Desintegration feststellen. Beide Werke reflektieren die expressionistische Grundhaltung des Wiener Fin de Siècle. Zudem waren auf einer metaphorischen Ebene Stilistik und Kunstanschauung Richard Gerstls für „Lulu“ von Berg von großer Bedeutung. Siehe z.B. Edward Timms, Die Wiener Kreise. Schöpferische Interaktionen in der Wiener Moderne, S. 128 ff., in: Jürgen Nauth (Hg.), Die Wiener Jahrhundertwende. Einflüsse, Umwelt, Wirkungen, 1996; Martin Esslin, Berg’s Vienna, in: Douglas Jarman, The Berg Companion, Basingstoke 1990, p. 1- 12; Patricia Hall, The Sketches for Lulu, in: Douglas Jarman, The Berg Companion, Basingstoke 1990, p. 235 – 259.
Bemerkung: Die Oper (2 Akte a zwei, drei oder vier Szenen) existiert nur als Entwurf und sollte Teil der Trilogie „Die drei W“ (Wozzeck, Vincent, Wolfgang) sein;
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ao. Univ.-Prof. Dr. Monika Fink-Naumann
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